Segeln auf dem Werbellinsee in der Schorfheide, Foto: TMB-Fotoarchiv/Frank Liebke
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- die wichtigen Veranstaltungen für Touristiker


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Nachfolgend lesen Sie die aktuellen Artikel des letzten Newsletters.

"TMB INFO" November: Neues aus dem Brandenburg-Tourismus

Inhalt:

Vom Blogger zum Hotelier: Nachgefragt bei Stefan Eschert, Hotel "1912" Angermünde

Radtourismus: Kein klassisches "Anradeln" mehr ab 2018

Instagram: Beelitz gehört zu den Kleinstädten mit den meisten Hashtags

Juliane Frank ist neue Geschäftsführerin im Dahme-Seenland

Neuer Podcast liefert Spreewald für die Ohren

Handbiker testet barrierefreie Angebote im Elbe-Elster-Land

DTV bietet Seminare zur neuen EU-Pauschalreiserichtlinie

TMB News

News aus den Reiseregionen

Social-Media-Tipp des Monats: Zielgruppenanalyse mit Facebook Audience Insights

Buchtipp: "Die Gleichung des Lebens" von Norman Ohler

Termine der Tourismusakademie Brandenburg

Informationen zum Nahverkehr des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg

Stefan Eschert

Vom Blogger zum Hotelbesitzer: Nachgefragt bei Stefan Eschert, Hotel 1912 Angermünde

Herr Eschert, Sie haben früher in der Werbebranche gearbeitet und hatten einen Blog. Seit diesem Jahr betreiben Sie in ihrer Heimatstadt ein Hotel. War das geplant?

Im Gegenteil. Als ich vor ein paar Jahren noch in der Werbebranche gearbeitet habe, habe ich mich nicht als Hotelbesitzer gesehen. Ich hatte beruflich nie wirklich Zugang zu dieser Branche. Eigentlich müsste ich jetzt noch im Hörsaal einer Uni hocken und meinen Bildungsweg für einen wasserdichten Lebenslauf vervollständigen. Aber sind wir doch mal ehrlich, wenn sich eine so große Chance, wie ein eigenes Hotel bietet, wer kann da noch zögern?

Wann haben Sie das erste Mal den Gedanken gehabt, in die Uckermark zurückzukehren?

Ich bin beruflich und privat immer auf Reisen gewesen. Meine letzte längere Reise war tatsächlich wegweisend für mein weiteres Leben. Ich habe aus persönlichen Gründen alles hinter mir gelassen und bin mit zwei guten Freunden durch Asien von Nord nach Süd mit dem Rucksack gereist. Es war die größte Inspiration, die ich je hatte. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, habe mich selbst neu entdeckt und meinen kulturellen Horizont erweitert. Ich bin kein guter Tourist. Sehenswürdigkeiten, die im Lonely Planet stehen kann ich gerne links liegen lassen. Dann nehme ich mir lieber ein Café oder eine Kneipe und lerne die Menschen kennen oder lese die Landeszeitungen. So kam es, dass ich zufällig in Thailand über einen ganzseitigen Artikel der FAZ über die Uckermark gestolpert bin. Meine Heimat. Dann begann das Grübeln, ob ich meinen beruflichen Werdegang nicht auf dem Land in meiner Heimat weiterführen könnte? Der Gedanke pflanzte sich immer weiter fort, denn ich entdeckte auf Reisen, dass ich genug hatte vom Leben in großen Städten. Ich wollte zurück auf’s Land, wo die Menschen ehrlich sind und man noch die Freiheit der persönlichen Entfaltung riechen kann. 

Ursprünglich wollten Sie ein Hostel eröffnen. Wie wurde daraus ein Hotel?

Tatsächlich folgte auf den Gedanken der Heimatliebe ein Anruf meiner Eltern. Sie haben mich auf eine kleine Immobilie aufmerksam gemacht. Ich sah darin ein kleines Hostel und begann sofort, noch in Asien, mit der Aufarbeitung eines Businessplans. Ich war fest davon überzeugt (und bin es immer noch), dass so ein kleines Hostel im ländlichen Raum funktionieren kann. Junge Erwachsene reisen anders, als noch vor 50 Jahren. Diese Menschen sollte mein Hostel ansprechen. Ich brach meine Langzeitreise ab und versuchte mein Glück in der Uckermark. Aber die Banken konnten sich darunter leider wenig vorstellen. Nach vielen Verhandlungen musste ich das Hostel erstmal auf Eis legen. Es war ein harter Rückschlag. Doch unser Angermünder Kunstschmied, Wilfried Schwuchow, munterte mich mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Satz auf: „Et kommt, wie et kommen soll.“. Es folgte ein weiterer Anruf, ein Angebot für eine historische Stadtvilla. Ein sehr elegantes Gebäude. Hier ein Hostel einzubauen, wäre eine Schande gewesen. Ich wollte dem alten Haus seine Würde wiedergeben und habe ein Hotel-Konzept entwickelt, das ein sehr strenges Regionalprinzip verfolgt. 

Das Haus stammt aus dem Jahr 1912. Was wissen Sie über seine Geschichte?

Das Haus ist eng verbunden mit der Geschichte der Stadt. Es wurde von einer niederländischen Familie als Ärztehaus gebaut. Nach den Weltkriegen wurde es zu einem Kulturhaus und war der Treffpunkt vieler Angermünder. Zum Ende der DDR wurde das Haus dann sich selbst überlassen und Anfang der 90er Jahre als Pension umgebaut. Zufällig von meinen Eltern. Ich war da aber noch ein kleines Kind. Nach zehn Jahren brach die Nachfrage im Tourismus in der Uckermark jedoch ab. Meine Eltern mussten den Betrieb einstellen. Billig-Airlines und „offene" Grenzen führten dazu, dass das Reiseland Deutschland uninteressant wurde. Das ändert sich jetzt wieder. Die Nähe zur Heimat wird neu entdeckt. Das wissen auch wir im Hotel. Daher möchte ich mit dem Hotel auch repräsentativ für unsere Region sein und dieses Haus auch wieder zu einem Haus für die Angermünder machen.

Als Hotelier sind Sie Quereinsteiger. Gab es Hindernisse auf dem Weg zur Eröffnung zu überwinden?

Oh ja. Stellen Sie sich mal vor: Da kommt ein junger Typ mit nichts außer einer Idee im Koffer zu Geldgebern und hat in dieser Branche nichts beruflich vorzuweisen. Viele haben dabei skeptisch reagiert. Aber ich komme ja aus der Werbung und konnte meine Idee gut präsentieren. Letztendlich musste ich Vertrauen gewinnen. Und das habe ich erhalten. Bis jetzt läuft es auch wirklich gut. 

Was ist Ihr Stil, den Sie mit dem Hotel 1912 verfolgen?

Mal ganz ehrlich: Hotels können schon ziemlich langweilig sein. Können Sie sich an ein Hotel erinnern, in dem Sie sich mal wirklich als Gast und nicht als zahlender Kunde gefühlt haben? Oft mangelt es an Herzlichkeit. Genau hier setzen mein Team und ich an. Wir sind ein kleines Haus, fast schon familiär. Daher behandeln wir unsere Gäste auch wie Freunde und versuchen alles möglich zu machen bei Ihrer Entdeckungstour durch die Uckermark. Das fängt bereits im Hotel an. Unser Frühstück besteht aus regionalen Zutaten „ein Dorf weiter“.

Theoretisch und praktisch können wir unseren Gästen genau zeigen, wo das Essen herkommt. Wir arbeiten sehr gut mit unseren Zulieferern zusammen und schicken sogar interessierte Gäste zur Besichtigung vorbei. Diese Regionalität spiegelt sich natürlich auch in der Qualität der Produkte wieder. Die Zimmer sind gemütliche Rückzugsorte, aber eigentlich versuchen wir die Gäste hinaus in die Natur zu schicken. Schließlich ist das der Grund, warum Sie die Uckermark besuchen. In Zukunft werde ich mich stärker auf den Entertainment-Bereich konzentrieren und Gastronomie und Erlebnisse enger verbinden. Dann bieten wir tolle Angebote für Gäste und Einheimische. Dafür suchen wir übrigens noch einen kreativen Koch.

Wer kommt zu Ihnen ins Hotel?

In den Sommermonaten kommen eine Vielzahl an jungen Erwachsenen und Familien zu uns. Sie nehmen sich Fahrräder und lassen sich von uns über spannende Touren informieren. Es sind eben diese gestressten Großstädter, welche Erholung in der Natur suchen oder sich auch mal richtig auspowern wollen. Da ich selber viel in der Natur unterwegs bin, schule ich mein Team über meine Lieblingstouren für verschiedene Ansprüche (Sportler, Familien, Genießer etc.), die wir dann unseren Gästen empfehlen. Dafür sind die Gäste sehr dankbar.

Sie haben seit Mai geöffnet. Haben Sie Ihre Entscheidung schon einmal bereut, den Rucksack in die Ecke zu stellen, und nach Angermünde zurückzukehren?

Tatsächlich hatte ich noch keine Zeit darüber nachzudenken. Wenn ich diese Entscheidung nicht getroffen hätte, würde ich immer noch um die Welt reisen. Das ist natürlich eine schöne Vorstellung. Jedoch hätte ich mich irgendwann im Kreis gedreht und je länger dieser Zustand gedauert hätte, desto schwieriger wäre es für mich geworden, wieder den Halt zu finden, denke ich. Ich bin also ganz froh wieder in meiner Heimat zu sein und bin seit dem auch deutlich entspannter geworden.

Welches touristische Potenzial hat Angermünde in Ihren Augen?

Ich habe mit meinem Hotel viele neue Gesichter aus der Region kennengelernt, die super interessante Ideen verfolgen und unsere Region wirklich voranbringen. Ich habe nun die Möglichkeit mitzugestalten und das macht unglaublich viel Spaß. Denn im Vordergrund steht für mich natürlich, unsere Region für Angermünder und Gäste gleichermaßen attraktiv zu machen. Dabei ist unser Steckenpferd die einzigartige Natur, die wir hier in der Uckermark haben. Es wurde schon sehr viel Gutes für den Tourismus getan und in Bewegung gesetzt. 

Eine Veranstaltung zum "Anradeln" an der F60 im Jahr 2010. Foto: Steffen Rasche

Radtourismus: "Anradeln" entfällt ab 2018

Das traditionelle Anradeln, mit dem in Brandenburg bislang die Radsaison eröffnet wurde, wird ab  dem kommenden Jahr nicht mehr in der bisherigen Form stattfinden. Das beschloss die Vollversammlung des Netzwerk “Aktiv in der Natur” auf ihrer letzten Sitzung. 

Das Netzwerk “Aktiv in der Natur” begründete die Entscheidung damit, dass die radtouristischen Angebote in Berlin in den vergangenen Jahren sehr stark kommuniziert wurden. Des Weiteren sei es bei der Vielzahl der Anbieter inzwischen schwierig, einen zentralen Eröffnungstermin zu koordinieren. Die Folge war in den vergangenen Jahren, dass die “Anradel”-Veranstaltungen in den Regionen zeitlich immer weiter auseinanderlagen.

Das Netzwerk "Aktiv in der Natur" überlegt, stattdessen im Frühjahr an beliebten Radfernwegen publikumswirksame Veranstaltungen durchzuführen, die dann von der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg und den Partnern in der Regionen kommuniziert werden können. Alle Veranstaltungen zum Start der touristischen Radsaison werden auch weiterhin in der Veranstaltungsdatenbank auf www.reiseland-brandenburg.de aufgeführt und damit auf weiteren Websites ausgespielt werden.

Beelitz gehört zu beliebtesten Kleinstädten bei Instagram

Dass Berlin, Hamburg und München mit vielen Motiven auf Instagram vertreten sind, überrascht nicht. Aber wie sieht es mit kleinen Städten aus? Welche Kleinstädte weisen die meisten Instagram-Hashtags auf? Die Kurzreise-Plattform “Travelcircus” hat sich über 1000 Kleinstädte und Gemeinden mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern angeschaut und eine Rangliste aufgestellt.

Im Ranking der schönsten deutschen Kleinstädte landete Beelitz auf Rang zwölf und damit als einzige Brandenburger Stadt in den Top 100. Die Spargelstadt mit ihren etwa 12.000 Einwohnern wurde rund 19.000 Mal auf Instagram mit dem Hashtag #beelitz erwähnt. Auf Platz 103 kam Lübbenau, das rund 6600 Mal mit dem Hashtag #luebbenau erwähnt wurde.

Die Fläming-Gemeinde Beelitz musste sich in dem Ranking unter anderem nur von touristischen Schwergewichten wie Norderney (Platz 1), Fehmarn (Platz 2), Winterberg (Platz 4), Rothenburg ob der Tauber (Platz 6) geschlagen geben.

Stabübergabe: Juliane Frank (li.) ist die Nachfolgerin von Susanne Thien.

Juliane Frank ist neue Geschäftsführerin im Dahme-Seenland

Stabübergabe in Königs Wusterhausen: Susanne Thien hat nach 25 Jahren die Leitung des Tourismusverbandes Dahme Seen e.V. abgegeben und hat sich in den Ruhestand verabschiedet. Neue Geschäftsführerin ist Juliane Frank, die seit 2011 das Marketing im Tourismusverband Dahme-Seen betreut hat.

Juliane Frank hat in Potsdam und Eberswalde studiert und an der dortigen Hochschule für Nachhaltige Entwicklung einen Masterabschluss gemacht. Mit der Digitalisierung und der Fachkräftegewinnung muss sich die neue Geschäftsführerin zwei wichtigen Aufgaben stellen, die die gesamte Brandenburger Tourismusbranche in den kommenden Jahren beschäftigen wird. Die Ausflugsregion südlich von Berlin verzeichnete im vergangenen Jahr über eine Million Übernachtungen (ein Plus von 6,3 Prozent) und fast 550.000 Gäste (ein Plus von 7,9 Prozent). Diese Bedeutung des Tourismus für die regionale Wertschöpfung gilt es, stärker ins Bewusstsein zu rücken, meint Juliane Frank.

Im Februar 1991 gründete sich aus dem Amt für Tourismus des Landkreises der "Fremdenverkehrsverband Dahmeland e.V.". Im Dezember 1997 bezog der Tourismusverband Dahme-Seen e.V. die Büros im Bahnhof Königs Wusterhausen und eröffnete 1998 dort die Touristinformation für das Dahme-Seenland. 2011 feierte der Tourismusverband Dahme-Seen sein 20-jähriges Bestehen.

Foto: Screenshot www.spreewaldpodcast.de

Was für die Ohren: Spreewaldpodcast gestartet

Wie wird man eigentlich Kahnfährfrau oder Ölmüller? Wie kommen Kängurus und Alpakas in den Spreewald und wo liegt das Land der 70 Seen, Flüsse und Kanäle? Das und noch viel mehr will der Spreewaldpodcast ergründen und dabei Freizeitziele vorstellen, die aus der Region heraus in maximal 90 Minuten zu erreichen sind.

Der Spreewaldpodcast stellt Freizeitangebote zwischen Schönefeld und Forst vor. Egal ob für den Tagesausflug, die Wochenend- oder Urlaubsplanung: mit dem Spreewaldpodcast können sich Einheimische und Gäste unterwegs auf den nächsten Ausflug vorbereiten. Die erste Folge des Spreewaldpodcast wurde im August 2017 veröffentlicht. Jede Woche ist eine neue Folge geplant. Bislang sind unter anderem Episoden über die die Mühle Straupitz, das Dampfmaschinenmuseum Goyatz, das Cartoonmuseum in Luckau und das Biosphärenreservat Spreewald erschienen. Der Mann hinter dem Podcast ist Wolfgang Starke aus Lübben.

Das Angebot ist auch für Partner in der Region interessant, die einfach auf ihrer Internetseite den Spreewaldpodcast verlinken brauchen und so ihren Gästen eine zusätzliche Inspirationsquelle für Ausflüge geben können. Ergänzt wird das Angebot um einen Veranstaltungskalender, der einfach und übersichtlich über Konzerte, Feste, Märkte, Schauspiel usw. in der Region informiert. Der Spreewaldpodcast ist – wie fast alle Podcasts – kostenlos und kann einfach abonniert werden.

Foto: ElsterWerk

Handbiker testet barrierefreie Angebote im Elbe-Elster-Land

Brandenburg zählt zu den Vorreitern für barrierefreien Tourismus in Deutschland. Mitte Oktober machte Veit Riffer sich ein Bild vom Elbe-Elster-Land und erkundete mit seinem Handbike barrierefreie Angebote in der Region. Mit seinem Handbike legt er jedes Jahr über 10.000 Kilometer zurück und macht auch vor steilen Alpenpässen nicht Halt. Riffer ist nach einem Unfall seit 1999 querschnittgelähmt. Als Nationalparkführer bietet er im Nationalpark Sächsische Schweiz Führungen an und gibt Tipps zu barrierefreien Angeboten. 

Das TraumHaus im ElsterPark in Herzberg war die Ausgangsbasis für seine Tagestouren. Im Hotel konnte er sein Handbike sicher und witterungsgeschützt unterstellen, und vor allem vor seinen Touren zeitig frühstücken. Von diesem Service war der Handbiker besonders begeistert. „Noch nirgendwo habe ich erlebt, dass auf meinen Wunsch hin bereits 6.00 Uhr morgens ein üppiges Frühstück auf dem Tisch stand“, so Veit Riffer. 

Die Touren führten ihn unter anderem nach Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Mühlberg und Dahme. Der Tourismusverband Elbe-Elster-Land hatte Veit Riffer für den Aufenthalt einige Tourenvorschläge inkl. der Sehenswürdigkeiten an der Strecke als GPX-Tracks zusammengestellt.Nach fast einer Woche Brandenburg lautete das Fazit von Veit Riffer: „Meiner Meinung nach ist das TraumHaus DIE Referenz für barrierefreien Tourismus in Südbrandenburg“. Einen ausführlichen Bericht über seinen Aufenthalt sowie Tourenvorschläge gibt es auf der Internetseite www.handbike.de.

Neue Pauschalreiserichtlinie: DTV bietet Seminare an

Am 1. Juli 2018 erfolgt eine umfassende Änderung des Pauschalreiserechts, die einen erheblichen Anpassungsaufwand für Tourismusorganisationen bedeutet. 

Welche Neuerungen auf die Tourismusorganisationen zukommen und wie diese in der täglichen Praxis umzusetzen sind, wird im Rahmen einer Seminarreihe des DTV dargestellt. Geplant sind zunächst vier Termine, in denen der auf das Reiserecht spezialisierte Münchener Rechtsanwalt Frank Hütten die notwendigen Kenntnisse zur Umsetzung des neuen Reiserechts vermittelt. Am 12. Dezember findet ein Seminar in Berlin statt.

In den vergangenen Monaten hat sich der DTV für praxistaugliche Lösungen bei den sogenannten verbundenen Reiseeinzelleistungen eingesetzt. Folgende Kompromisse wurden erzielt:

1. Das (Pauschal-)Reiserecht wird auf reine Einzelleistungen (z.B. die Übernachtung in Ferienwohnungen und Hotelzimmern) -häuser und Privatzimmer) keine Anwendung finden. 

2. Auch bei den bis zuletzt strittigen Tagesreisen wurde eine Lösung gefunden: Hier gilt künftig ein Schwellenwert von 500 Euro, ab dem diese zukünftig dem Pauschalreiserecht unterliegen.

3. Bei den sogenannten "verbundenen Reiseleistungen" gab es ebenfalls einen Durchbruch: so reicht es bei getrennten Leistungen auf getrennten Rechnungen aus, nur einmal zu bezahlen, ohne dass die Tourismusorganisation zum haftenden Reiseveranstalter wird.

Ende 2015 hat das EU-Parlament die neue EU-Pauschalreiserichtlinie beschlossen. Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis zum 1. Januar 2018 in nationales Recht umsetzen und ab dem 1. Juli 2018 anwenden. Der Deutsche Bundestag hat im Juni 2017 das Reiserechtsänderungsgesetz angenommen. Im Juli 2017 passierte das beschlossene Gesetz zur Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht den Bundesrat. Der Gesetzgebungsprozess ist damit beendet.

Informationen zum Ablauf und der Teilnehmergebühr bei Sven Gläser, E-Mail: glaeser@deutschertourismusverband.de

TMB-News

CLUSTERMANAGEMENT TOURISMUS

+++ Einladung zur Veranstaltung: Create Crazy Cooperations an der SRH Hochschule in Berlin +++

Am 4. Dezember 2017 findet an der SRH Hochschule der 1. Cooperation-Monday unter dem Thema „Create Crazy Cooperations“ statt. Ziel der Veranstaltung ist es, brandenburgische Gastgeberinnen und Gastgeber, mit der Gründerszene in Berlin zu vernetzen. Wenn Sie also Lust haben, neue Impulse zu bekommen, aber auch anderen zu geben, dann sind Sie beim 1. Cooperation-Monday im Start-Up-Lab der SRH-Hochschule Berlin genau richtig. Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier. http://www.tourismuscluster-brandenburg.de/termine/veranstaltung-der-srh-hochschule-create-crazy-cooperations-deutsch-englisch 

+++ Einladung zur Veranstaltung „Gesundheitstourismus im Austausch“ am 04. Dezember 2017 in Potsdam +++ 

Anfang Dezember lädt das Clustermanagement Tourismus interessierte Touristiker, Gesundheitsanbieter und Mediziner/Therapeuten zu einem ersten landesweiten Austausch zum Gesundheitstourismus in Brandenburg ein. Welche gesundheitstouristischen Ansätze werden in der Praxis bereits verfolgt? Welche Herausforderungen und Erkenntnisse haben die im Wettbewerb ausgewählten Kristallisationspunkte erfahren? Wie wollen und können wir den Gesundheitstourismus in Brandenburg zukünftig voranbringen? Diese Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren. Seien Sie dabei am 04.12.2017 in der Zeit von 16 bis 20 Uhr im BlauArt Tagungshaus in Potsdam. Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier: http://www.tourismuscluster-brandenburg.de/termine/gesundheitstourismus-im-austausch

+++ Einladung zur Veranstaltung „Wie tickt der polnische Gast?“ am 13. November 2017 in Frankfurt (Oder) +++

Immer mehr polnische Gäste reisen nach Brandenburg. Wie können Gastgeber in Brandenburg die Gäste aus dem Nachbarland ansprechen und willkommen heißen? Worin unterscheiden sich die polnischen Gäste von den deutschen Gäste und umgekehrt?

Diesen Fragen wird auf dem Deutsch-Polnischen Tourismustag am 13. November in der IHK Ostbrandenburg in Frankfurt (Oder) nachgegangen. Am Vormittag gibt es Vorträge zu den Erwartungen der jeweiligen Gäste. In den Workshops am Nachmittag werden die Unterschiede in der Werbung um polnische Reisende und um deutsche Reisende gezeigt. 

Der deutsch-polnische Tourismustag vermittelt touristischen Leistungsträgern praktische Empfehlungen, was sie konkret unternehmen und leisten können, um ihr Angebot für polnische bzw. deutsche Gäste zu verbessern und so beispielsweise ihre Auslastungszahlen zu erhöhen oder die Qualität ihrer Angebote zielgruppengerecht weiterzuentwickeln. 

Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier: https//ihk-obb.de/tourismus  

+++ Wie international ist die brandenburgische Tourismuswirtschaft aufgestellt? +++

Dieser Frage wollten wir mit einer Online-Befragung auf den Grund gehen. Die Beteiligung an der Umfrage war mit knapp 250 Rückläufen beeindruckend – vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben. Und zumindest für ein Unternehmen sollte sich der Einsatz auch auszahlen. Unter allen Teilnehmern, konnten wir ein Marketingpaket mit einem Gegenwert von rund 2.500 Euro verlosen. Der glückliche Gewinner ist der Ziegeleipark in Mildenberg. Herzlichen Glückwunsch!  

Die Befragung wurde natürlich nicht ohne Anlass gestartet! Die TMB arbeitet aktuell an einem Praxisleitfaden, in dem Touristiker hilfreiche Tipps und Anregungen finden, um sich besser auf ausländische Gäste einzustellen. Neben Informationen zu internationalen Quellmärkten, gibt es Ideen für Kooperationen, Förderungen etc. Anfang kommenden Jahres wird die Publikation veröffentlicht.

MARKETING

+++ Neues vom Auslandsmarketing +++

Neuer Leiter der DZT Prag ist seit 01. September Jan Pohanel +++ Nach der Veröffentlichung der TMB-Marketingpakete für die Beteiligung an der Marktbearbeitung in Österreich und der Schweiz folgen im Monat November die Pakete für die Länder Polen, Dänemark und Tschechien.+++ Die beliebtesten Facebook-Posts im September/Oktober in Polen waren die Verlosung von Tickets für das Kindertobe-Event in Frankfurt/Oder +++ In Holland war dies der Beitrag zu Tropical Islands und in Tschechien der zum Naturpark Uckermärkische Seen.+++ Online abrufbare Veröffentlichungen: Blogartikel in Polen zu Tropical Islands, F60 und Lausitzer Seenland +++ Artikel über Spreewald und Tropical Islands im tschechischen Portal turistika.cz , in Vyhra na Sedm sowie mit der Fläming Skate in Zena in; Blogbotschafter-Video in der Prignitz im Rahmen der Aktivreisekampagne in den Niederlanden; Artikel zum Baumkronenpfad im tschechischen Portal Novinky.cz; Brandenburg-Artikel in der tschechischen Fachzeitschrift icot +++

Foto: Matthias Schäfer

News aus den Reiseregionen

+++ Radtourismus: Neue Verbindung über die Oder +++

Noch ist die Eisenbahnbrücke Bienenwerder über die Oder gesperrt: Doch ab 2020 soll das Bauwerk zwischen Neurüdnitz und dem polnischen Siekierki wieder für Fußgänger und Radfahrer passierbar sein. Fördermittel der Europäischen Union in Höhe von drei Millionen Euro machen den Brückenschluss möglich. Die Brücke wird ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem polnischen Radweg "Grüne Oder" und dem Oder-Neiße-Radweg auf deutscher Seite. Auf der Europabrücke ist außerdem eine Aussichtsplattform in acht Meter Höhe geplant. Die Brücke war am Ende des 2. Weltkriegs gesprengt worden. 

+++ Neue Freizeitkarte für den Naturpark Hoher Fläming erschienen +++

Die Freizeitkarte für den Naturpark Hoher Fläming ist in einer neuen Auflage im Oktober erschienen. In der Karte werden erstmalig Wander-, Radwander- und Reitwegen im gesamten Naturpark Hoher Fläming abgebildet. Die Freizeitkarte war zuletzt 2012 anlässlich des 112. Deutschen Wandertages im Fläming mit dem dafür vollständig überarbeiteten Wanderwegenetz aktualisiert worden. Das Wanderwegenetz wurde durch die Schaffung zweier Rundwanderwege bei Niemegk und die Umverlegung des Wanderweges durch die Brautrummel ergänzt. Radtouristen finden in der neuen Freizeitkarte aktuelle Streckenempfehlungen, die durch Kombination von ausgeschilderten Fernradwegen mit wenig befahrenen Nebenstraßen unterschiedliche Tagestouren ergeben. Separate Radwege sind dabei hervorgehoben. Bestandteil der Karte sind weiterhin auch die Naturpark-Rundreitwege und barrierefreie Angebote für Rolli- oder Handbike-Touren.

+++ Knieperkohl-Saison beginnt in der Prignitz +++

In den kalten Monaten haben Kohlgerichte wieder Saison. In der Prignitz ist aber Kohl nicht einfach Kohl. Hier kommt ab Mitte November der „Knieperkohl“ auf die Teller. Diese deftige und zugleich gesunde regionale Spezialität hat eine lange Historie und gilt als Prignitzer „Nationalgericht“. Die Spezialität wird bis zum Abschluss der Knieperkohl-Saiso n mit dem Sur´n Hansen-Markt in Perleberg am 3. März 2018 auf fast allen Speisekarten der Prignitzer Restaurants und Gaststätten mit heimischer Küche serviert. Dabei reicht es von der traditionellen Variante über Kniepernudeln, Knieper-Auflauf, Cordon-Bleu mit Knieperfüllung bis hin zur süßen Variante. Weitere Informationen gibt es unter www.kulinarische-prignitz.de. Wer den Knieper lieber in den eigenen vier Wänden genießen möchte, kann den Knieperkohl auch im Glas kaufen bzw. bei der Prignitzer Knieperkohlproduzentin Jeannine Groth bestellen (www.knieperkohl.de, E-Mail: jeannine.groth@freenet.de).

Social Media Tipp: Zielgruppen analysieren mit Facebook Audience Insights

Die Facebook Audience Insights liefern aufschlussreiche Informationen über die eigene Zielgruppen und helfen, passgenaue Anzeigen bei Facebook zu erstellen. Das Tool gibt es bereits seit 2014. Einzige Voraussetzung, um die Facebook Insights zu nutzen, ist ein Werbekonto bei Facebook. Dabei spielt die Höhe des Budgets keine Rolle. 

Audience Insights liefert Details zur Zielgruppe aus Facebook und hilft, die Zilegruppe zu verfeinern und zu verbessern. Diese Zielgruppen können für Werbeanzeigen gespeichert werden. Es werden Informationen über drei Nutzer-Typen bereitgestellt: alle Facebook-Nutzer, die Fans der eigenen Seite und bereits erstellte Zielgruppen. 

Eine ausführliche Anleitung, wie die Audience Insights am besten genutzt werden können, liefert die Seite allfacebook.de.

Die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH führt im Bereich Social Media in Zusammenarbeit mit der Tourismusakademie Brandenburg Seminare für Partner und Leistungsträger durch. Ansprechpartner sind Steffen Lehmann und Matthias Fricke. E-Mail: social‎@‎reiseland-brandenburg.de

Buchtipp: "Die Gleichung des Lebens" von Norman Ohler

Sommer 1747. Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen.

Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.

Der historische Roman führt den Leser in eine Zeit, als das Oderbruch noch das „preußische Amazonien“ war. Kaum vorstellbar, wenn man heute durch das Oderbruch fährt. „Die Gleichung des Lebens“ ist ein spannender Roman, der mit seiner Geschichte um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung auch ein Spiegelbild der Gegenwart ist. 

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden. 

Video: Norman Ohler liest aus dem Roman 

Seminartermine der Tourismusakademie

TOURISMUSAKADEMIE BRANDENBURG

Ihr Unternehmen im richtigen Licht- im Internet und in den Köpfen der Kunden… Mit den Seminaren der Tourismusakademie möchten wir Sie dabei unterstützen. 

Unser Seminarangebot bis Januar 2018

Erzählen Sie mal! Mit Storytelling Kunden gewinnen und binden am 14./15.11.2017 mit Petra van Laak

Online- und Content Marketing am 29.11.2017 mit Jan Hoffmann und Marcel Tischer

Google Analytics für Einsteiger am 30.11. 2017 mit Marcel Tischer

Mit barrierefreien Angeboten Bestandskunden halten und neue Kunden gewinnen am 15.01.2018 mit Dr. Kai Pagenkopf

Social Media im Tourismus (Schwerpunkt Facebook und Social-Media-Recht) am 17.01.2018 mit Janes Huff, Matthias Fricke und Anja Smettan-Öztürk

Clever texten fürs Web - das Seminar zum Buch am 24./25.01.2018 mit Petra van Laak (inkl. Ratgeber), Anmeldeschluss ist der 15.12.2017 

SERVICEQUALITÄT DEUTSCHLAND

Stufe I - Ausbildung zum QualitätsCoach am 21./22.11.2017 in Potsdam

Stufe I - Ausbildung zum QualitätsCoach am 29./30.01.2018 in Potsdam

Weiter Informationen zum ServiceQ unter www.q-deutschland.de

Die Tourismusakademie Brandenburg bietet Ihnen ein breites Themenspektrum. Informieren Sie sich im Flyer und auf www.tourismusakademie-brandenburg.de 

Ansprechpartner TAB/ ServiceQualität Deutschland: Karola Borchert, Maria Falkenberg, Tel. 0331-298 73 -785 bzw. -784, karola.borchert‎@tourismusakademie-brandenburg.de; maria.falkenberg@tourismusakademie-brandenburg.de; Ansprechpartner TAB Seminare/barrierefrei: Doreen Ludwig, Tel. 0331- 298 73 -787; seminare@tourismusakademie-brandenburg.de; Internet: www.tourismusakademie-brandenburg.de

Aktuelles zum Nahverkehr in Berlin und Brandenburg

Beteiligungsverfahren zum Entwurf des Landesnahverkehrsplans 2018 gestartet

Träger öffentlicher Belange, die Kommunen, die Verkehrsunternehmen und Verbände sowie die Bürgerinnen und Bürger können zum Entwurf des neuen Landesnahverkehrsplans Stellung nehmen. Infos: http://www.vbb.de/de/article/ueber-uns/presse/entwurf-des-landesnahverkehrsplans-neue-linien-mehr-zuege-bessere-infrastruktur-beteiligungsverfahren-startet/1519147.html

VBB veröffentlicht Fachgutachten zum ÖPNV 2030 in Berlin und Brandenburg

Die Ergebnisse der verkehrsplanerischen Fachstudien zu Angebot und Kapazitäten entlang der Schienenverkehrskorridore im Berliner Stadt-Umland-Zusammenhang und im Land Brandenburg sind veröffentlicht. Infos unter: http://www.vbb.de/de/article/ueber-uns/presse/verkehrsverbund-berlin-brandenburg-veroeffentlicht-fachgutachten-zum-oepnv-2030-in-berlin-und-brandenburg/1496814.html  

VBB veröffentlicht Verbundbericht 2017

Der VBB-Verbundbericht enthält alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten zum Verbundgebiet 2016 kompakt zusammengefasst. Infos und Download: http://www.vbb.de/de/article/ueber-uns/presse/vbb-veroeffentlicht-verbundbericht-2017/1522350.html  

Übersicht ganzjähriger Ausflugsverkehr

Zusätzliche Ausflugszüge und diverse Busse gehen nach Herbstferien die Winterpause und werden erst im nächsten Frühjahr 2018 wieder bedient. Die ganzjährig verkehrenden Ausflugslinien finden Sie hier: http://www.vbb.de/de/k/fahrplan/verkehrshinweise/10581.html

Das #VBBdigital-Team informiert: Aufzugsstörungen in der Internet-Fahrplanauskunft

Schon gewusst? Die Fahrplanauskünfte der Webseiten VBB.de, S-Bahn-Berlin.de und BVG.de können die gestörten Aufzüge auf den Bahnhöfen von S-, U- und Regionalbahn in Berlin und Umland darstellen. Infos: http://www.vbb.de/de/article/wissenswertes/das-vbb-digital-team-informiert/vbbdigital-brokenlifts/1521429.html  

VBB-Tarifberater

Der VBB-Tarifberater führt Sie mit nur vier Fragen und ein paar Klicks zu Ihrem optimalen Fahrausweis im #VBBLand. Infos: http://www.vbb.de/de/article/wissenswertes/das-vbb-digital-team-informiert/vbbdigital-tarifberater/1512796.html  

VBB unterstützt die App- und Web-Entwickler

Der VBB stellt eine digitale Schnittstelle zu seiner eigenen Online-Fahrplanauskunft bereit, mit der App- und Web-Entwickler die VBB-Fahrinfo in eigene Entwicklungen integrieren können. 

Info: http://www.vbb.de/de/article/wissenswertes/das-vbb-digital-team-informiert/vbbdigital-api/1472565.html  

Was ist der "VBB-Anreisebutton"?

Der VBB-Anreisebutton ist ein Tool, mit dem z.B. der Freund, eine Kundin oder Geschäftspartnerin auf Ihrer Homepage den schnellsten Weg mit Bus und Bahn zu Ihrer Adresse findet. Infos: http://www.vbb.de/de/article/wissenswertes/das-vbb-digital-team-informiert/anreisebutton-vbbdigital/1449544.html  

Fahrgastinformation allgemein

Alle Abfahrts- und Ankunftszeiten stehen unter www.VBB.de in der Online-Fahrplanauskunft des VBB für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin und Brandenburg sowie auch unterwegs in der VBB-App „Bus &Bahn“ für iPhones, Android- und Windows Phone-Smartphones. Infos dazu: www.VBB.de/app

"TMB INFO" Extra: Wirtschaftsministerium verstärkt Förderung des Radtourismus

Inhalt:

Radtourismus in Brandenburg: Nachgefragt bei Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Radtouristische Angebote fördern lassen: Das gibt es zu beachten

Foto: Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Radtourismus in Brandenburg: Nachgefragt bei Albrecht Gerber, Minister für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg

Herr Gerber, im August wurde entschieden, den so genannten Förderkorridor entlang von Radwegen von fünf auf sieben Kilometern zu vergrößern. Was hat zu dieser Entscheidung geführt?

Der Radtourismus ist eine der wichtigsten Säulen im Tourismus des Landes Brandenburg. Bereits heute fahren bei uns überdurchschnittlich viele Urlaubsgäste mit dem Rad. Eine Untersuchung im Tourismusjahr 2013/2014 hat ergeben, dass 25,8 Prozent unserer Gäste während ihres Aufenthalts Rad gefahren sind. Deutschlandweit lag diese Zahl bei nur 12,6 Prozent. Jährlich werden mit dem Radtourismus in Brandenburg 850 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das ist ein Viertel der Wertschöpfung im Tourismus des Landes. Es lohnt sich also, in diesen Bereich weiter zu investieren.

Viele  Beherbergungsbetriebe liegen nicht direkt an den überregionalen Radwegen. Bisher haben wir den Radfahrern noch einen Fahrweg von fünf Kilometern zugemutet, um ihr Übernachtungsziel nach einer längeren Tour anzusteuern. Die zunehmende Zahl von elektrisch unterstützten Pedelecs, die erkennbar gestiegene Nachfrage und die Tatsache, dass auch der ADFC bei seinen Betrachtungen bisher schon einen Korridor von sieben Kilometern berücksichtigt hat, haben nun zu der Entscheidung geführt, diese Streckenlänge auch bei uns festzulegen. Dazu kommt, dass immer mehr Gäste die Regionen Brandenburgs als „Sternradler“ erkunden, also von ihrem Quartier aus Tagestouren unternehmen. Davon können auch nicht unmittelbar an einem überregionalen Radweg liegende Betriebe profitieren.   

Kurz und knapp: Wenn ein  radtouristisch ausgerichteter Betrieb nicht weiter als sieben Kilometer von einem der 29 in Brandenburg ausgewiesenen Radfernwege entfernt liegt, können wir ihn unterstützen, wenn er in die Verbesserung seines radtouristischen Angebots investiert. 

Was erhoffen Sie sich von der Maßnahme für die weitere Entwicklung des Radtourismus in Brandenburg?

Ich gehe davon aus, dass wir damit weitere Investitionen in radtouristische Angebote auslösen und sich der Radtourismus kontinuierlich weiter gut entwickelt. Die Gäste werden das sicher anerkennen. Attraktive Betriebe sind die beste Werbung für unser Land, sie sichern Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung vor allem im ländlichen Raum. 

Wie viele touristische Unternehmen in Brandenburg könnten von diesen neuen Regularien profitieren?

Ohne die genauen Zahlen zu kennen: Wir kennen eine Reihe von interessierten Betrieben, die auch heute schon vom Radtourismus  profitieren. Besonders für Betriebe an regionalen Radwegen, die in der Nachbarschaft von Kreuzungspunkten mit den Fernradwegen liegen, dürfte die neue Fördermöglichkeit sehr interessant sein. Auf diese Weise helfen wir auch der regionalen touristischen Entwicklung. Zudem wollen wir mit unserer Aktion auch Betriebe, die bisher schon förderfähig waren, noch einmal auf diese Möglichkeit hinweisen. Wir wissen, dass einige aufgrund der großen Nachfrage erweitern oder modernisieren möchten. Auch von diesen Betrieben sind uns Anträge willkommen. 

Im vergangenen Jahr hat das Ministerium für Wirtschaft und Energie 40 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung der überregionalen Radrouten bereitgestellt. Wie rufen die Kommunen und Landkreise diese Mittel bislang ab? 

Inzwischen sind von den Landkreisen 22 Anträge gestellt worden für die Einrichtung der Knotenpunktwegweisung und für Investitionen zur Qualitätsverbesserung der Radweg-Oberflächen. Bei den  ersten zehn Vorhaben hat die Umsetzung schon begonnen. Die 40 Millionen Euro waren eine erste Schätzung. Ich habe immer gesagt, dass für die Modernisierung der Radwege die benötigten Mittel zur Verfügung gestellt werden. Daran hat sich heute nichts geändert. Inzwischen wissen wir, dass der Bedarf sogar noch höher sein wird. Die Landkreise gemeinsam mit ihren Gemeinden arbeiten an weiteren Anträgen. Der Aufwand ist allerdings nicht gering. Die Vorbereitung kostet bei den vielfältigen Maßnahmen an einem Streckennetz mit rund 6.800 Kilometern an regionalen und überregionalen touristischen Radwege-Trassen einfach Zeit.

Foto: TMB-Fotoarchiv/Yorck Maecke

Radtouristische Angebote fördern lassen: Das gibt es zu beachten

Radtouristische Angebote in Brandenburg werden über das "GRW-G Wachstumsprogramm für kleine Unternehmen" gefördert. Alle weiterführenden Informationen stehen auf der Internetseite der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Einige Antworten auf oft gestellte Fragen haben wir hier zusammengestellt.  

Welche Voraussetzungen müssen Antragsteller mitbringen, um die Fördermittel beantragen zu können?

Radtouristische Vorhaben können gefördert werden, wenn sich das Projekt nicht mehr als sieben Kilometer von einem der 29 Radfernwege entfernt befindet und das radtouristische Angebot aus dem Konzept ablesbar ist. Die Bewilligungsbehörde achtet darauf, dass die Betreiber die radspezifische Ausrichtung, entsprechende Marketingkonzepte und bauliche Nachweise, wie Unterstell- oder Reparaturmöglichkeiten,  nachweisen können. Fahrräder jeder Art (auch E-Bikes) sind von der Förderung ausgeschlossen. Beherbergungsbetriebe müssen ihre Klassifizierung, insbesondere "Bett&Bike", spätestens nach Abschluss der Investition für die gesamte Dauer der zehnjährigen Zweckbindung nachweisen.

Welche Anforderungen im Detail zu erfüllen sind, steht auf der Internet-Seite der Bewilligungsbehörde, der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Gefördert werden nur Vorhaben mit förderfähigen Ausgaben von mindestens 60.000 Euro und vor der Antragstellung darf mit dem Vorhaben noch nicht begonnen worden sein. Der Antrag ist bei der ILB einzureichen. Die Eingangsbestätigung der ILB sollte abgewartet werden, bevor mit der Realisierung des Vorhabens begonnen wird. Wird mit der Realisierung des Vorhabens vor Erteilung des Förderbescheides begonnen, liegen die Risiken einer Nichtförderung beim Antragsteller. 

Was ist das maßgebliche Kriterium für die Förderung? Der Radius um den Betrieb oder die Entfernung vom Betrieb zum Radweg? 

Maßgeblich für die Förderung ist der Fahrweg. Es nützt nichts, das Ziel jenseits eines Flusses in 200 Meter Entfernung zu sehen ist, wenn zur nächsten Brücke aber noch fünf Kilometer gefahren werden müssen. 

Wie streng wird die 7-Kilometer-Vorgabe ausgelegt? Gibt es einen Ermessensspielraum, wenn ein Betrieb knapp außerhalb des Förderkorridors liegt, oder andere Fördermöglichkeiten?

Die Bewilligungsbehörde muss den Gleichheitsgrundsatz einhalten. Es wird daher geprüft, ob die 7-Kilometer-Grenze eingehalten wird. Viel weiter als 7.000 Meter darf der Betrieb von einem der 29 Radfernwege in Brandenburg also tatsächlich nicht entfernt sein. 

Liegt der Betrieb weiter weg, kann er aber dennoch eine Förderung erhalten, wenn eine der anderen Fördervoraussetzungen der Richtlinie zutrifft - wenn es beispielsweise ein besonders innovatives Vorhaben ist oder wenn es dazu beiträgt, bereits vorhandene touristische Produkte zu ergänzen. 

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